Der stationäre Einzelhandel steht seit Jahren unter massivem Druck. Onlinehandel, verändertes Konsumverhalten, steigende Kosten und eine zunehmend ausgedünnte Innenstadtstruktur setzen insbesondere inhabergeführte Geschäfte unter Stress. Und trotzdem – oder gerade deshalb – bleibt der lokale Einzelhandel ein unverzichtbarer Stabilitätsfaktor für unsere Städte.
Ein aktuelles Beispiel dafür ist mein Austausch mit Denise Jänicke, Inhaberin von Kenny’s Damenmode in Aschersleben. Ein Gespräch auf Augenhöhe, praxisnah, ehrlich – und ein Lehrstück dafür, warum der direkte Dialog mit Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort so wertvoll ist.
Einzelhandel ist mehr als Verkaufsfläche
Wer Einzelhandel auf „Ware gegen Geld“ reduziert, hat das Spiel nicht verstanden. Ein Laden ist:
• sozialer Treffpunkt
• Arbeitgeber
• Identitätsstifter für eine Stadt
• Frequenzbringer für angrenzende Branchen
• Gradmesser für wirtschaftliche Vitalität
Gerade inhabergeführte Modegeschäfte wie Kenny’s Damenmode leben von Persönlichkeit, Beratungskompetenz und Vertrauen. Das sind Faktoren, die kein Algorithmus ersetzt – aber sie müssen aktiv gepflegt, kommuniziert und strategisch weiterentwickelt werden.
Was Gespräche mit Ladeninhabern wirklich bringen
Der Austausch mit Unternehmern wie Denise Jänicke liefert keine theoretischen Modelle, sondern Realität pur:
• Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen?
• Welche Maßnahmen funktionieren – und welche nicht?
• Wie reagieren Kundinnen tatsächlich, nicht laut Studien, sondern im Alltag?
• Welche Rolle spielen Stadtmarketing, Events und Netzwerke wirklich?
Diese Perspektiven sind Gold wert – für Kommunen, Wirtschaftsförderer, Berater und andere Unternehmer gleichermaßen. Wer Mittelstand beraten will, muss Mittelstand zuhören. Punkt.
Innenstädte brauchen Unternehmer – keine Konzepte in der Schublade
Was vielerorts fehlt, sind keine Förderprogramme oder Hochglanzbroschüren, sondern:
• verlässliche Rahmenbedingungen
• echte Wertschätzung für lokale Händler
• kurze Entscheidungswege
• und vor allem: regelmäßiger persönlicher Austausch
Der Dialog mit engagierten Ladeninhaberinnen zeigt immer wieder: Die Bereitschaft zur Veränderung ist da. Was oft fehlt, ist ein Partner, der strukturiert mitdenkt, priorisiert und pragmatisch umsetzt.
Mein Fazit – klar und ungeschönt
Der Einzelhandel stirbt nicht aus.
Er sortiert sich neu.
Und diejenigen, die heute sichtbar sind, Netzwerke nutzen, ihre Stärken klar kommunizieren und offen für neue Impulse bleiben, haben eine echte Zukunft – selbst in herausfordernden Zeiten.
Der Austausch mit Denise Jänicke ist dafür ein starkes Beispiel. Solche Gespräche sind kein nettes Beiwerk, sondern strategische Pflicht für alle, die regionale Wirtschaft nachhaltig stärken wollen.
Wer lebendige Innenstädte will, muss lokale Unternehmer ernst nehmen, einbinden und unterstützen – nicht morgen, sondern jetzt.
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